FaGe und Pflegefachfrau: der Unterschied von EFZ, HF und FH

Der Unterschied in Kürze

Eine Fachfrau Gesundheit, kurz FaGe, hat eine dreijährige Lehre mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) gemacht. Sie pflegt nach einem Pflegeplan, den eine Pflegefachperson verantwortet. Die Pflegefachfrau hat ein Diplom einer höheren Fachschule (HF) oder einen Bachelor einer Fachhochschule (FH). Sie stellt Pflegediagnosen, trägt den ganzen Pflegeprozess und darf mit einer Bewilligung des Kantons in eigener Verantwortung arbeiten.

HF und FH führen also zum selben Beruf, die FaGe-Lehre zu einem anderen. Was die Abschlüsse unterscheidet, legen ein paar wenige Texte fest: die Bildungsverordnung und den Bildungsplan für FaGe, den Rahmenlehrplan Pflege HF von OdASanté, die Kompetenzverordnung des Bundes für den Bachelor und das Gesundheitsberufegesetz. Dazu kommen die Lohnempfehlungen aus dem Kanton Zürich und die Angaben von vier Schulen. So sehen Sie, wo die Grenze im Alltag verläuft, wie lange der Weg von der Lehre zum Diplom dauert und was Sie unterwegs verdienen.

Drei Abschlüsse auf zwei Stufen

Die FaGe-Lehre gehört zur beruflichen Grundbildung auf Sekundarstufe II, HF und FH zur Tertiärstufe. Das ist mehr als eine Formalie: Der Rahmenlehrplan Pflege HF setzt einen Abschluss der Sekundarstufe II voraus, zum Beispiel ein EFZ. Die FaGe-Lehre ist damit eine mögliche Grundlage für die Pflegeausbildung, nicht deren erster Teil.

Die Bildungsverordnung für FaGe legt drei Jahre fest. Sie lernen im Schnitt dreieinhalb Tage pro Woche im Betrieb, dazu kommen 1’600 Lektionen an der Berufsfachschule und 34 Tage überbetriebliche Kurse. Der Rahmenlehrplan Pflege HF verlangt mindestens 5’400 Lernstunden, in Vollzeit drei Jahre, je zur Hälfte in der Schule und in der Praxis. Die Praktika dauern zusammen 72 Wochen. Der Bachelor in Pflege umfasst 180 ECTS-Punkte, in Vollzeit sechs Semester.

FaGe EFZ Pflege HF Pflege FH
Stufe Grundbildung (Sek II) Höhere Fachschule Fachhochschule
Zugang obligatorische Schule EFZ, Fachmittelschule oder Matura, Eignungsabklärung Berufs-, Fach- oder gymnasiale Maturität
Dauer Vollzeit 3 Jahre 3 Jahre, mit FaGe ab 2 3 Jahre
Titel Fachfrau Gesundheit EFZ dipl. Pflegefachfrau HF Bachelor of Science in Pflege

Die Zahlen zeigen, wie viele Menschen welchen Weg gehen. Laut den Statistiken von OdASanté schlossen 2024, im letzten Jahr mit Zahlen für alle drei Abschlüsse, in der Schweiz 4’751 Personen die FaGe-Lehre ab, 2’240 das Diplom Pflege HF und 1’229 den Bachelor Pflege FH. Auf zwei neue FaGe kommt also knapp eine neue Pflegefachperson HF, und die HF bildet fast doppelt so viele Pflegefachpersonen aus wie die Fachhochschulen. Was die drei im Beruf unterscheidet, steht in den Kompetenzen.

Was eine FaGe macht und wo ihre Grenze liegt

Eine FaGe pflegt und betreut selbständig, aber im Rahmen eines Plans, den sie nicht selbst verantwortet. Der Bildungsplan von OdASanté gliedert den Beruf in acht Bereiche. Sie reichen von Körperpflege, Mobilität und Ernährung über die Begleitung in der Sterbephase bis zu Hauswirtschaft, Administration und Logistik. Ein ganzer Bereich gilt den medizinaltechnischen Verrichtungen, und dort ist die Grenze besonders genau beschrieben.

Eine FaGe lernt, Vitalzeichen zu kontrollieren, venös und kapillar Blut zu entnehmen, Medikamente zu richten und zu verabreichen und subkutan und intramuskulär zu spritzen. Infusionen ohne medikamentöse Zusätze richtet sie und hängt sie an, aber nur bei einem bereits gelegten Venenzugang. Infusionen, denen schon Medikamente zugesetzt sind, darf sie wechseln; Medikamente zusetzen steht nicht im Bildungsplan. Sondennahrung gibt sie bei bestehendem Zugang. Das Wort «bestehend» steht im Bildungsplan nicht zufällig: Den Zugang legt jemand anders.

Die Verordnung sagt auch, wie weit die Selbständigkeit geht. FaGe erbringen ihre Leistungen «im Rahmen ihrer erworbenen Handlungskompetenzen, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der betrieblichen Regelungen selbstständig». Und der Bildungsplan verlangt, dass sie wissen, wann sie die verantwortliche Fachperson beiziehen müssen. Was ein Spital oder Heim seinen FaGe konkret erlaubt, legt also der Betrieb fest.

Wie das in einer Stellenbeschreibung aussieht, zeigen die Modell-Stellenbeschreibungen, die der Kanton Freiburg veröffentlicht hat. Die FaGe führt Pflegemassnahmen «gemäss bestehendem Pflegeplan» aus und übernimmt spezifische Massnahmen «im Auftrag und unter Aufsicht einer Pflegefachperson». Selbst die erfahrene FaGe auf der höheren Stufe, mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung, pflegt dort Menschen in stabilem Zustand oder mit chronischen Beschwerden und wirkt an deren Pflegeplan mit. Mitwirken ist dort das Verb. Die Verantwortung für den Plan liegt woanders.

Was die Pflegefachfrau zusätzlich verantwortet

Die Pflegefachfrau verantwortet den ganzen Pflegeprozess, von der Einschätzung bis zur Auswertung. Der Rahmenlehrplan HF zerlegt den Beruf in zehn Arbeitsprozesse. Am Anfang stehen das Assessment, also das systematische Erfassen von körperlicher, psychischer und sozialer Lage, und die Pflegediagnose. Dann plant sie die Pflege, führt sie durch oder delegiert sie, überwacht sie und prüft, ob sie wirkt. Dazu kommen Führung, Anleitung von Lernenden und Studierenden und die Organisation der Abteilung.

Für den Bachelor stehen die Kompetenzen sogar in einer Verordnung des Bundes. Nach Artikel 2 der Gesundheitsberufekompetenzverordnung müssen Absolventinnen klinische Untersuchungen und Anamnesen durchführen, den Pflegebedarf erheben und Pflegediagnosen stellen können. Ein Satz passt genau auf das Verhältnis zur FaGe: Sie übernehmen fachlich die Verantwortung für den Pflegeprozess «gegenüber Angehörigen der eigenen Berufsgruppe mit anderen Qualifikationen».

Im Alltag greift beides ineinander. Die FaGe gibt verschriebene Medikamente ab, führt medizinisch-technische Aufgaben nach den Standards des Betriebs aus und meldet jede Veränderung des Gesundheitszustands sofort weiter, so steht es in der Freiburger Stellenbeschreibung. Die Pflegefachfrau schätzt die Lage neu ein, passt die Planung an und spricht sich mit Ärztinnen und Therapeuten ab. Der Rahmenlehrplan verlangt von ihr, auch in kritischen, komplexen und rasch wechselnden Situationen überlegt zu handeln. Diese Arbeitsteilung hat auch eine rechtliche Seite.

Der rechtliche Unterschied: die Bewilligung

Wer in eigener fachlicher Verantwortung pflegt, braucht eine Bewilligung des Kantons, und die bekommt nur, wer HF oder FH abgeschlossen hat. So steht es in den Artikeln 11 und 12 des Gesundheitsberufegesetzes. Das Gesetz zählt Pflegefachfrau und Pflegefachmann zu den Gesundheitsberufen, die FaGe nicht.

Artikel 11 und 12 des Gesundheitsberufegesetzes: Wer in eigener fachlicher Verantwortung arbeitet, braucht eine Bewilligung des Kantons; für die Pflege verlangt Absatz 2 einen Bachelor in Pflege FH oder UH oder das Diplom HF
Die Bewilligungspflicht im Gesundheitsberufegesetz: Für die Pflege genügen Bachelor FH und Diplom HF gleichermassen, ein EFZ ist nicht genannt. Quelle: fedlex.admin.ch, gelesen am 17. Oktober 2026.

Für Angestellte spielt die Bewilligung keine Rolle, solange sie unter der fachlichen Aufsicht einer diplomierten Pflegefachperson arbeiten. Sie wird wichtig, wenn Sie selbständig pflegen oder eine Stelle ohne fachliche Vorgesetzte übernehmen. Für eine FaGe ist dieser Weg geschlossen, für eine Pflegefachfrau HF genauso offen wie für eine mit Bachelor. Wie die Bewilligung mit einem Diplom aus dem Ausland funktioniert, erklären wir im Beitrag zur Anerkennung von Pflegediplomen. Was die Pflegeinitiative an der Rolle der Pflegefachpersonen ändert, steht in unserem Text zur Umsetzung der Pflegeinitiative.

HF oder FH: gleicher Beruf, anderer Weg

Im Beruf sind HF und FH gleichgestellt, in der Ausbildung nicht. Das Gesetz verlangt für die Bewilligung das eine oder das andere, ohne Rangfolge. Den Unterschied fassen das Berner Bildungszentrum Pflege und die Berner Fachhochschule in ihrem gemeinsamen Vergleich HF und FH so: An der HF verbringen Sie die Hälfte der Zeit in der Praxis, an der FH entfallen 70 Prozent auf Hintergrundwissen. Nach der FH sollen Sie zusätzlich wissenschaftlich arbeiten und Forschung in die Praxis bringen können. Beide Schulen schreiben, auf den Mix beider Wege im Team komme es an.

Der Zugang unterscheidet sich stärker. An die HF kommen Sie mit einem Abschluss der Sekundarstufe II, also einem EFZ, einem Fachmittelschulausweis oder einer Matura, und mit einer bestandenen Eignungsabklärung. Die Zürcher Schule ZAG verlangt eine dreijährige Lehre mit EFZ und Deutsch auf Niveau C1. An die FH brauchen Sie eine Maturität, als FaGe also die Berufsmaturität. Wer keinen Gesundheitsberuf gelernt hat, leistet bei der ZHAW je nach Vorbildung bis zu zwölf Monate zusätzliche Praxis, mindestens zwei davon vor dem Studium. Mit EFZ und Berufsmaturität im Gesundheitswesen werden Sie dort direkt zugelassen und müssen keine zusätzlichen Praxisnachweise erbringen. Die BFH rechnet FaGe mit Berufsmaturität die zwei Monate Arbeitswelterfahrung ebenfalls als geleistet an.

Neu ist seit dem 1. Oktober 2026 ein Zusatz zum HF-Titel. Pflegefachpersonen HF dürfen nach Angaben des SBFI hinter ihrem geschützten Titel, mit einem Komma abgetrennt, den Zusatz «Professional Bachelor» führen, auch mit einem Diplom von früher. Ein Hochschulbachelor wird daraus nicht: Auf die Zulassung zu anderen Ausbildungen hat der Zusatz keinen Einfluss, darüber entscheidet weiterhin die Hochschule. Wer einen Master in Pflege will, holt an der BFH zuerst den Bachelor nach.

Beim Lohn trennen nicht alle Arbeitgeber zwischen HF und FH. Im Einreihungsplan des Kantons Zürich für Kinder- und Jugendheime steht die Pflegefachfrau in den Lohnklassen 13 bis 17, ohne Unterscheidung zwischen HF und FH, die FaGe in den Klassen 9 bis 13. Die tiefste Stufe der Klasse 13 liegt laut der Lohntabelle 2026 bei 69’005 Franken im Jahr, die der Klasse 9 bei 57’160 Franken. Andere Arbeitgeber haben eigene Systeme. Was Pflegefachpersonen HF in Spitälern, Heimen und der Spitex verdienen, zeigen wir im Beitrag zum Lohn als Pflegefachfrau HF. Für eine FaGe stellt sich vorher eine andere Frage: wie lange der Umstieg dauert.

Wie lange dauert der Weg von der FaGe zur Pflegefachfrau?

Mit der FaGe-Lehre als Grundlage sind Sie frühestens fünf Jahre nach der Schule diplomierte Pflegefachfrau HF. Höhere Fachschulen rechnen die Lehre an und verkürzen die HF auf zwei Jahre, so das Berner Bildungszentrum Pflege für FaGe in Vollzeit. Die Zürcher Schule ZAG nimmt FaGe nach einem Zulassungsverfahren auf: Eignungstest, Eignungspraktikum, Portfolio und Gespräch. Danach entscheidet die Schule, ob Sie in den zwei- oder dreijährigen Bildungsgang kommen.

Zeitachse von vier Wegen ab Ende der obligatorischen Schule: nur FaGe-Lehre 3 Jahre; Lehre und HF verkürzt 5 Jahre; Lehre mit Berufsmaturität und Bachelor FH 6 Jahre; Lehre, HF und Bachelor berufsbegleitend 6,5 Jahre
Die kürzesten Wege von der FaGe-Lehre zum Diplom HF oder zum Bachelor in Pflege. Darstellung: pflegejobschweiz.ch, nach SBFI-Verordnung FaGe, ZAG, Berner Bildungszentrum Pflege und BFH.

Den Bachelor erreichen Sie auf zwei Wegen, und sie liegen nur ein halbes Jahr auseinander. Am schnellsten geht es mit der Berufsmaturität während der Lehre: Am ZAG besuchen FaGe-Lernende dafür zusätzlich die Berufsmaturitätsschule, im ersten Lehrjahr einen Tag und danach eineinhalb Tage pro Woche. Mit dem dreijährigen Vollzeitstudium sind Sie nach sechs Jahren am Ziel. Die Variante BM 1 flex verteilt die Berufsmaturität auf vier Jahre und braucht ein Jahr länger. Über die HF und das berufsbegleitende Bachelorstudium der BFH, das für Pflegefachpersonen HF drei Semester dauert, sind es sechseinhalb Jahre. Die BFH empfiehlt dafür eine Anstellung von rund 50 Prozent, Sie arbeiten in dieser Zeit also bereits mit Diplom.

Wer neben dem Beruf lernen will, findet an der HF auch berufsbegleitende Bildungsgänge. Der Rahmenlehrplan verlangt dafür eine Anstellung in der Pflege von mindestens 50 Prozent und begrenzt die Dauer in der Regel auf vier Jahre. Auch Erwachsene finden den Weg zur FaGe: Mit mindestens zwei Jahren Erfahrung in Pflege und Betreuung steigen Sie am ZAG nach individueller Prüfung direkt ins zweite Lehrjahr ein. Ein Abschluss als Assistentin Gesundheit und Soziales EBA macht eine verkürzte Lehre ebenfalls möglich. Auf jedem dieser Wege verdienen Sie Geld, aber sehr unterschiedlich viel.

Was die Ausbildung einbringt

Eine HF-Studentin verdient im Kanton Zürich im selben Ausbildungsjahr etwa zwei- bis viermal so viel wie eine FaGe-Lernende. Die OdA Gesundheit Zürich empfiehlt für Lernende FaGe 800 Franken im Monat im ersten Lehrjahr, 1’000 im zweiten und 1’400 im dritten, dazu einen 13. Monatslohn. Für Studierende HF in kantonalen Betrieben sind es je nach Alter und Ausbildungsjahr 2’200 bis 4’166.67 Franken im Monat, den 13. Monatslohn eingerechnet. Beides sind Empfehlungen, die Betriebe legen den Lohn selbst fest.

Balkendiagramm der empfohlenen Jahreslöhne in Zürich mit 13. Monatslohn: FaGe-Lehre 10400, 13000 und 18200 Franken; Pflege HF mit 18 bis 22 Jahren 26400 bis 36000, mit 23 bis 26 Jahren 39000 bis 41000, ab 27 Jahren 43500 bis 50000 Franken
Empfohlene Bruttolöhne pro Jahr mit 13. Monatslohn während der FaGe-Lehre und der HF Pflege im Kanton Zürich, nach Ausbildungsjahr und Alter. Quelle: Lohnempfehlungen der OdA Gesundheit Zürich.

Der Unterschied ist grösser, als er auf den ersten Blick wirkt. Der HF-Lohn wird zwölf Monate lang bezahlt, also auch während der Schulblöcke. An der FH gibt es dagegen nur während der Praktika Lohn; die ZHAW nennt für Zürich dieselbe Spanne von 2’200 bis 4’166 Franken im Monat. Und der HF-Lohn steigt mit dem Alter: Wer mit 27 oder später beginnt, bekommt im ersten Jahr 43’500 Franken, fast zweieinhalbmal so viel wie eine FaGe im dritten Lehrjahr mit 13. Monatslohn (18’200 Franken). Wer einige Jahre als FaGe gearbeitet hat und dann in die HF wechselt, fällt also nicht auf einen Lehrlingslohn zurück.

Dazu kommt Geld vom Kanton. Zürich zahlt Studierenden der HF und der FH Pflege einen Förderbeitrag von 500 Franken im Monat, ab 30 Jahren 700 Franken, und 100 Franken mehr für jedes Kind, das minderjährig oder in Ausbildung ist. Voraussetzung sind ein Alter von mindestens 21 Jahren, Wohnsitz im Kanton Zürich oder eine Grenzgängerbewilligung dort und noch kein Pflegediplom HF. Für einen Beginn im Herbst stellen Sie das Gesuch zwischen dem 1. April und dem 31. Juli. Die Studiengebühren an der Fachhochschule sind überschaubar: Bei Wohnsitz in der Schweiz verlangt die BFH 850 Franken pro Semester, die ZHAW 720 Franken.

Lehrstellen als FaGe

Die FaGe-Lehre beginnt mit einem Lehrvertrag: Den Lohn und die Lernenden wählt der Betrieb, nicht die Schule. Offene Lehrstellen in Spitälern, Heimen und der Spitex finden Sie bei uns.

Stellen im Kanton Zürich

Die Lohnzahlen oben gelten für Zürich, andere Kantone haben eigene Empfehlungen und Förderbeiträge. Offene Stellen als FaGe oder Pflegefachfrau im Kanton Zürich finden Sie hier.

Welcher Weg zu Ihnen passt

Wenn Sie nach der Schule direkt in die Pflege wollen, beginnen Sie mit der FaGe-Lehre. Sie verbaut Ihnen nichts: Die HF rechnet sie an, und mit Berufsmaturität steht Ihnen auch die Fachhochschule offen. Wenn Sie schon eine Matura haben, wählen Sie zwischen der HF mit Lohn während der ganzen Ausbildung und viel Praxis und der FH mit mehr Wissenschaft und dem Weg zum Master. Im Beruf landen Sie mit beiden am selben Ort.

Wenn Sie bereits als FaGe arbeiten, fragen Sie zuerst Ihren Betrieb, ob er HF-Studierende ausbildet, und melden Sie sich früh für das Zulassungsverfahren einer höheren Fachschule an. Am ZAG bleibt eine bestandene Eignungsabklärung drei Jahre gültig. Rechnen Sie mit Ihrem Alter: Ab 27 empfiehlt die OdA Gesundheit Zürich einen deutlich höheren Ausbildungslohn, und ab 30 steigt der Förderbeitrag des Kantons. Das Gesuch dafür können Sie schon vor dem Start der Ausbildung stellen. Wer dagegen in der Pflege bleiben will, ohne die Verantwortung für den Pflegeprozess zu tragen, ist als FaGe genau richtig.

Häufige Fragen

Darf ich mich als FaGe Pflegefachfrau nennen?
Nein. Ihr Titel lautet Fachfrau Gesundheit EFZ oder Fachmann Gesundheit EFZ. Der Titel dipl. Pflegefachfrau HF ist geschützt und steht nur Absolventinnen und Absolventen eines Bildungsgangs Pflege an einer höheren Fachschule zu, der Bachelor of Science in Pflege nur denen einer Fachhochschule oder Universität.
Gibt es zwischen FaGe und HF noch einen Abschluss?
Ja, mit einer Berufsprüfung. In der Bildungssystematik von OdASanté stehen dafür unter anderem die eidgenössischen Fachausweise Fachfrau Langzeitpflege und -betreuung sowie Fachfrau in psychiatrischer Pflege und Betreuung. Sie vertiefen ein Gebiet, machen Sie aber nicht zur Pflegefachfrau und geben Ihnen keine Bewilligung für eigene fachliche Verantwortung.
Ist der neue Titelzusatz Professional Bachelor dasselbe wie ein Bachelor FH?
Nein. Seit dem 1. Oktober 2026 dürfen Pflegefachpersonen HF hinter ihrem Titel den Zusatz Professional Bachelor führen, auch mit einem älteren Diplom. Das SBFI hält fest, dass der Zusatz keine Auswirkungen auf die Zulassung zu anderen Ausbildungen hat: Ob Sie zu einem Bachelor oder Master zugelassen werden, entscheidet weiterhin die Hochschule. An der BFH führt der Weg zum Master in Pflege über den Bachelor, den Pflegefachpersonen HF dort verkürzt nachholen können.
Kann ich die FaGe-Lehre als Erwachsene ohne Lehrvertrag nachholen?
Ja, über ein Validierungsverfahren. Sie weisen Ihre Berufserfahrung und Ihr Können in einem Dossier nach und holen fehlende Kompetenzen in Modulen nach, einen Lehrvertrag brauchen Sie dafür nicht. Das Zürcher ZAG richtet das Angebot an Personen mit einer Anstellung im Gesundheitswesen und verlangt Deutsch auf Niveau B1. Eine Altersgrenze nennt das ZAG nicht.

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